Tiere sind fühlenden Lebewesen wie Menschen.
Tiere sind fühlenden Lebewesen wie Menschen.

Was bedeutet VEGAN?

"Vegan" ist klipp und klar definiert, von denen die den Begriff erfunden haben und zwar die Gründer der Vegan Society UK und Donald Watson.


"....Veganismus bezeichnet eine Philosophie und Lebensweise, die darauf abzielt, soweit wie möglich und praktikabel alle Formen der Ausbeutung, Versklavung und Grausamkeit gegenüber Tieren – sei es für Nahrung, Kosmetik, Kleidung oder andere Zwecke – zu vermeiden und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen, zum Nutzen der Tiere, ihrer Unversehrtheit, der Menschen und der Umwelt zu fördern...."         - Vegan Society UK -1944


Das vegane Lebensstil

Die Grundlage eines veganen Lebensstils hat nichts mit Ernährung, Gesundheit, Salat-Essen, Ökologie, Diät, BIO-Produkten oder besserem Geschmack zu tun.   Wer vegan lebt, verfolgt vielmehr ausschließlich das Ziel, einen Lebensstil zu führen, bei dem Tiere und ihre Unversehrtheit nicht gefährdet werden. Es geht darum, Tiere weder zu versklaven noch auszubeuten, sie nicht unnötig zu verletzen oder zu töten – und selbstverständlich auch nicht zu essen.

Vegan zu leben bedeutet keinen Verzicht – ganz im Gegenteil. Es ist eine bewusste Entscheidung für Vielfalt, Kreativität und Mitgefühl.

Dank der Möglichkeiten, die uns pflanzliche Lebensmittel heute bieten, lassen sich Alternativen schaffen, die tierischen Produkten in Aussehen, Geschmack und Genuss erstaunlich nahe kommen.

Man gewinnt also nicht weniger – man gewinnt eine neue, bewusste Art zu genießen, ohne dass dafür ein Lebewesen leiden muss.


DONALD WATSON & Vegan-Society
DONALD WATSON & Vegan-Society

Das Geburt des Veganismus im Jahr 1944

Die vegane Überzeugung von der Engländer Donald Watson (1910–2005), dem Begründer des Begriffs "vegan" und Mitgründer der "Vegan-Society", entstand primär aus einer ethischen Haltung gegen die Ausbeutung von Tieren und nicht als Ernährungsideologie.

 Hier sind die Grundlagen seiner Motivation:

  • Ethische Bedenken: Watson erkannte, dass der Vegetarismus – wie er damals praktiziert wurde – nicht weit genug ging. Er betrachtete die Nutzung von Tieren für Milch und Eier als eine Form der Ausbeutung, die untrennbar mit der Fleischproduktion verbunden ist.
  • Wunsch nach einer konsequenten Lebensweise: Als Vegetarier wurde ihm bewusst, dass auch für die Milch- und Eierproduktion Tiere leiden und sterben müssen. Dies führte zu dem Entschluss, jegliche Tierprodukte aus seinem Leben zu streichen.
  • Gründung der Vegan Society (1944): Um diese Überzeugung zu teilen und Gleichgesinnte zu finden, gründete er 1944 die Vegan Society, die den Veganismus als den Versuch definierte, Tier-Ermordung-und Ausbeutung so weit wie möglich und praktikabel zu vermeiden.
  • Watson sah den Veganismus somit nicht nur als Ernährungsweise, sondern als eine umfassende ethische Position gegenüber Tieren, die sich aus der konsequenten Ablehnung ihrer Ausbeutung ergab.  

Hier sind die wesentlichen Grundlagen seiner Überzeugung:

  • Kindheitserlebnis auf dem Bauernhof: Ein entscheidendes Schlüsselerlebnis war Watsons Zeit auf dem Bauernhof seines Onkels. Er beobachtete die Tiere, die er als freundliche Wesen wahrnahm, und erlebte mit, wie ein Schwein geschlachtet wurde. Die Schreie des Tieres hinterließen einen bleibenden Eindruck und führten dazu, dass er die idyllische Vorstellung vom Bauernhof als einen Ort der Tierausbeutung hinterfragte.
  • Vegetarismus mit 14: Im Alter von 14 Jahren beschloss er aufgrund dieses Erlebnisses, kein Fleisch oder Fisch mehr zu essen.
  • Erkenntnis der Unzulänglichkeit des Vegetarismus: Später erkannte Watson, dass auch die Produktion von Milch und Eiern mit Tierleid und dem Töten verbunden ist. Er bezeichnete den klassischen Vegetarismus als "Haltestelle" auf dem Weg zu einer wahrhaft humanen Lebensweise.
  • Recherchen zur Milchwirtschaft: In den 1940er Jahren untersuchte er die Milchproduktion und entschied sich, vollständig auf tierische Produkte zu verzichten.
  • Grundhaltung gegen Ausbeutung: Watson sah den Veganismus nicht nur als Ernährungsform, sondern als eine Philosophie, die darauf abzielt, die Nutzung von Tieren als bloße "Produktionsmittel" oder Rohstofflieferanten zu beenden.
  • Pazifismus: Da er ein überzeugter Pazifist war, dehnte er das Prinzip der Gewaltlosigkeit auch auf nicht-menschliche Tiere aus.

Unterschied zum Vegetarier

Ein Vegetarier hingegen vermeidet den direkten Konsum von Tieren, also den Verzehr von Tierkadavern (Fleisch & Fisch). Dennoch konsumiert er tierische Produkte wie Milch, Eier oder Honig – oft in der Überzeugung, damit kein Tier unmittelbar zu essen.

Indirekt jedoch trägt auch dieser Konsum dazu bei, dass Tiere leiden und getötet werden, da ihre Nutzung und Ausbeutung weiterhin Teil des grausame Systems bleibt. (siehe z.B. Milch)



Der Unterschied zwischen "vegan" und "100 % pflanzlich

"…Meine veganen Burger-Pattys sind nicht vegan, wenn sie auf demselben Grill gebraten werden, auf dem auch tierische Produkte zubereitet wurden!"

Wie oft musste ich diesen Satz schon hören und war dabei immer wieder irritiert !!

Lassen Sie uns das einmal genauer betrachten:

Diese Aussage sorgt sowohl bei neuen Veganern als auch bei Herstellern, die sich bemühen, vegane Produkte herzustellen oder anzubieten, für Verwirrung. Persönlich habe ich manchmal den Eindruck, dass diese Unsicherheit bewusst von Lobbies gefördert wird, um die vegane Bewegung immer wieder zu verunsichern oder zu spalten.

Selbstverständlich bleiben meine veganen Burger-Pattys vegan, denn für ihre Herstellung wurde kein Tier ausgebeutet, musste leiden oder sterben.

Jeder kennt den Hinweis auf Zutatenlisten veganer Produkte:

"Kann Spuren von (…) enthalten."


Wenn man bedenkt, dass die meisten Veganer früher selbst tierische Produkte konsumiert haben, bevor sie sich aus Empathie und Mitgefühl für eine vegane Lebensweise entschieden haben, sollten "Spuren" grundsätzlich kein zentrales Problem darstellen.

Solche Hinweise dienen vor allem dazu, individuelle Unverträglichkeiten oder Allergien kenntlich zu machen – nicht dazu, darüber zu entscheiden, ob ein Produkt vegan ist oder nicht. Auch Produkte mit V-Label oder Vegan-Blume können diesen Spurenhinweis tragen, da sie dennoch als vegan gelten.

Im Fall von Burger-Pattys, die auf einer Grillplatte zubereitet werden, auf der auch tierische Produkte gegrillt wurden, wäre ein transparenter Hinweis vollkommen ausreichend, zum Beispiel:

"Kann Spuren tierischer Fette-oder Proteine enthalten!!.."

 Die veganen Burger-Pattys bleiben dennoch vegan, da für ihre Herstellung kein Tier ausgebeutet wurde, leiden oder sterben musste.


Ich will aber mich rein pflanzlich ernähren!!!!  .......Wenn ich jedoch ein Konsument bin, der sich ausschließlich bzw. 100%, rein pflanzlich ernähren möchte, dann hätte ich in einem solchen Fall selbstverständlich das Recht, solche Pattys zu kritisieren. Allerdings hat es mit VEGAN nichts zu tun und müsste ich dann konsequenterweise auch auf alle Produkte verzichten, die den Hinweis tragen:

"Kann Spuren von (Eier, Milch, etc...) enthalten."


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